Wie viel Takten ist normal?

  • Guten Morgen zusammen,

    ich bin sowohl hier als auch in Sachen WP ein Neuling.
    Bei uns werkelt seit letztem Donnerstag eine Vaillant aroTHERM plus VWL 105/6 A ohne Pufferspeicher (bzw. Mit 100L zum enteisen) und 300L Brauchwasserspeicher.
    Ich bin bis jetzt prinzipiell zufrieden. Es wird schön warm und auch das Wasser ist warm.
    Meine Frage ist nun was häufiges oder normales Takten ist.
    Laut Vaillant App haben wir eine Betriebslaufzeit von 34h und 60 Ein/Aus-Zyklen.
    Ich hab einen Shelly direkt vor der WP hängen und da sieht der Stromverbrauch so aus:

    Wenn jede Spitze ein Takt wären dann hätten wir 17 oder 18 pro Tag also weniger als eine pro Stunde.
    Bei den beiden höheren Spitzen wird der Brauchwassertank wieder auf 51 Grad gebracht.

    Wie viel Takte pro Tag sind denn nun normal oder gut / schlecht?

    Ich habe bis jetzt noch überhaupt nichts konfiguriert und alles so gelassen, wie ich die Anlage am Donnerstag übergeben bekommen habe.

  • Hi firebowm , geht mir ähnlich, nur, dass ich hier schon einen Tag länger bin. ;)

    Wir haben kein Brauchwasser, dafür aber einen 200l-Pufferspeicher. Wir haben eine Vaillant aroTherm plus VWL 125/6 A S2 und sie taktet auch. Ich kenne nur die Heizkurve und die Wunschtemperatur, wo ich was drehen kann. Dann noch den Flüstermodus. Heizkurve und Flüstermodus haben bei mir aber keine Änderung erbracht.

    greta meinte in diesem Beitrag, man könne bei modulierenden WP noch was an der Modulation machen, aber da habe ich bisher nichts an Einstellmöglichkeiten finden können.

  • Eine WP taket, wenn die Heizlast kleiner der unteren Modulationsgrenze ist. Heißt, bei höheren AT taktet sie häufiger und bei sehr nierigen Temperaturen gar nicht mehr. An den Modulationsgrenzen kann man nichts machen, die sind durch die WP vorgegeben. So ist es beim Kauf einer WP wichtig eine richtig dimensionierte WP mit möglichst großem Modulationsbereich zu wählen, was im Konkreten nun müßig ist. Bestenfalls kann man in der Steuerung Stillstandszeiten verlängern, um so ein Takten etwas zu reduzieren, was sich aber nagativ auf den Heizkomfort primär bei Heizkörpern auswirkt.

    10x Takten am Tag bei AT über 10°C ist wohl keine Tragödie. Unter +5°C sollte die WP durchlaufen, sonst ist sie wahrscheinlich überdimensioniert.

    Häufiges Takten wirkt sich negativ auf die Lebensdauer aus.

  • Naja die Heizlast hat die Firma berechnet und ist dabei höher gekommen als ich mit dem Heizlastrechner des BWP. Ich habe mich halt auf die Fachfirma verlassen. Ich muss allerdings dazu sagen, dass ich einen Teil des Hauses vermietet habe uns der aktuell leer steht. Dort stehen die Heizkörperthermostate aktuell auf 18 Grad. Denke da wird dann schon wieder etwas mehr Energie benötigt wenn jemand einzieht.

    Von was für einer Verkürzung der Lebenszeit reden wir eigentlich bei zu hoher Taktung?
    Geht es hier um keine Ahnung, 10 Jahren anstatt 20 Jahren oder von 2 Jahren anstatt 20 Jahren.

    Hat es eigentlich einen Einfluss auf das ganze System, wenn die eingestellte bzw. Gewünschte Temperatur nie erreicht wird? Wie auch schon bei meiner Gasheizung, befindet sich die Steuereinheit im nicht beheizten Keller. Meine WP hat also eine Wunschtemperatur von 23 Grad eingestellt, im Keller hat es aber so zwischen 18 und 19 Grad.

  • Die WP misst Vorlauf- und Rücklauftemperaturen und regelt die in Abhängigkeit der AT. Lufttemperaturen in Räumen misst sie nicht (evtl. mit Zusatzsteuerungen). Die Raumtemperatur regeln die HK/FbHz-Thermostate, wobei die Vorlauftemperatur entsprechend hoch sein muss, damit die gewünschte Raumtemperatur erreicht werden kann.

  • Seh ich das richtig, dass meine VWL 105/6 A eine Heizleistung von 5,8 kW bis 9,2 kW hat?
    Errechnet wurde eine Heizlast von knapp über 9 kW. Sollte das dann nicht passen?

    Ist es eigentlich normal bei Vaillant, dass die Daten in der Cloud immer mal wieder verschwinden?
    Bei mir hat es nen Tag gedauert bis Verbrauch und co gesehen hab, seit heut Vormittag ist ein Teil davon wieder verschwunden.


  • Die WP startet ja mit 46%. Heisst beim Start scho 7 bis 8 kw. Wenn du nur gerade 4 kw brauchst ist sie zu schnell an der Vorlauftemperatur und geht wieder aus. Zum vergleich, die 75 geht mit der Hälfte rein, wäre weitaus billiger gewesen und hätte nur 230V gebraucht. Beim HB getreu nach dem Motto, es wird ja warm und schnell weg hier sowie schöne teure Rechnung. Da sind einige Tauaender zu viel übern Tisch gegangen. Ergebnis siehst du.

    Edited once, last by Heizungsdoc: Ein Beitrag von Heizungsdoc mit diesem Beitrag zusammengefügt. (November 10, 2024 at 5:31 PM).

  • Seh ich das richtig, dass meine VWL 105/6 A eine Heizleistung von 5,8 kW bis 9,2 kW hat?
    Errechnet wurde eine Heizlast von knapp über 9 kW. Sollte das dann nicht passen?

    NEIN, das ist NICHT fachgerecht. Eine WP wird NICHT auf die Heizlast ausgelegt. Sie ist demnach zu groß und das verstärkt das Takten und den verschließ. Da wirst Du nach Klärung den Installateur zur Rechenschaft ziehen. Ist auch die Frage WIE die Heizlast überhaupt ermittelt wurde. Gibts dazu habhafte qualifizierte Unterlagen? Wieviel Öl/Gas wurde so bisher jährlich verbraucht? Auf welche Systemtemperaturen wurde der hydraulische Abgleich ermittelt?

  • NEIN, das ist NICHT fachgerecht. Eine WP wird NICHT auf die Heizlast ausgelegt. Sie ist demnach zu groß und das verstärkt das Takten und den verschließ. Da wirst Du nach Klärung den Installateur zur Rechenschaft ziehen. Ist auch die Frage WIE die Heizlast überhaupt ermittelt wurde. Gibts dazu habhafte qualifizierte Unterlagen? Wieviel Öl/Gas wurde so bisher jährlich verbraucht? Auf welche Systemtemperaturen wurde der hydraulische Abgleich ermittelt?

    Versteht ich nicht, für was gibts die vorgeschriebene Berechnung der Heizlast wenn sie nicht benutzt wird? Wie wird dann die Größe der WP berechnet?

    Wie soll ich das denn klären und den Installateur zur Rechenschaft ziehen?

    Zur Berechnung wurde hier jeder Raum ausgemessen und in ein Programm eingegeben, inkl. wie viele Innen- bzw. Außenwände jeder Raum hat. Außerdem isolierwerte der Fenster und Fassade.
    Gesehen habe ich das Ergebnis nicht, es war laut Aussage aber leicht höher als die 9 kW, die bei mir herauskamen.
    Ich hab vorher ca. 15.000 kWh an Gas gebraucht.
    Der hydraulische Abgleich wurde durch Danfoss Eco „umgangen“, was ich sehr schräg finde.


    Und was wird beheizt. m2, HK oder Fbhzg.?

    ???

    Edited once, last by firebowm: Ein Beitrag von firebowm mit diesem Beitrag zusammengefügt. (November 10, 2024 at 8:22 PM).

  • Versteht ich nicht, für was gibts die vorgeschriebene Berechnung der Heizlast wenn sie nicht benutzt wird? Wie wird dann die Größe der WP berechnet?

    Gemäß den Fachregeln so auf ca 70-80% der Heizlast. DAZU gibts diese Diagramme. Also: Dein Heizer taugt NICHTS, hat aber kassiert UND Dir einen Folgeschaden verursacht!

    Wie soll ich das denn klären und den Installateur zur Rechenschaft ziehen?

    Der soll mal einen Fortbildungsnachweis "Thema Wärmepumpe" vorlegen - kann er KEINEN haben mit DEM Murks.

    Zur Berechnung wurde hier jeder Raum ausgemessen und in ein Programm eingegeben, inkl. wie viele Innen- bzw. Außenwände jeder Raum hat. Außerdem isolierwerte der Fenster und Fassade.

    Prima, DAS ist so auch richtig.

    Gesehen habe ich das Ergebnis nicht, es war laut Aussage aber leicht höher als die 9 kW, die bei mir herauskamen.

    DAS ist DIR vorzulegen und zu übergeben, das ist Teil Deiner Unterlagen!! Auf welche Systemtemperaturen wurde da ausgelegt? Denn auch erst MIt diesen kann man eine WP auslegen. Wieder: Murks, Pfusch, Betrug um fachliche Leistung!

    Der hydraulische Abgleich wurde durch Danfoss Eco „umgangen“, was ich sehr schräg finde.

    DAS sagt jetzt MIR nichts, was ist das Danfoss Eco?? Auch DAS muss dokumentiert und übergeben werden!

    Edit: https://assets.danfoss.com/documents/late…59de-000201.pdf Also NUR ein elektronischer Thermostat!! Meine Fresse, DAS ist nicht nur Murks und Verar***ung, das ist sogar richtiger BETRUG!! Wende Dich an Deinen Rechtsanwalt!!

  • DAS ist DIR vorzulegen und zu übergeben, das ist Teil Deiner Unterlagen!! Auf welche Systemtemperaturen wurde da ausgelegt? Denn auch erst MIt diesen kann man eine WP auslegen. Wieder: Murks, Pfusch, Betrug um fachliche Leistung!

    Wann muss mir das übergeben werden? Bei der Planung oder nach Fertigstellung? Bis jetzt habe ich noch gar nichts bekommen, also auch noch keine Rechnung. Kann man das irgendwo nachlesen? Muss ja auf irgendwas verweisen können, wenn ich auf die Firma zugehe und sage, sie haben meine WP überdimensioniert.

    DAS sagt jetzt MIR nichts, was ist das Danfoss Eco?? Auch DAS muss dokumentiert und übergeben werden!

    Edit: https://assets.danfoss.com/documents/late…59de-000201.pdf Also NUR ein elektronischer Thermostat!! Meine Fresse, DAS ist nicht nur Murks und Verar***ung, das ist sogar richtiger BETRUG!! Wende Dich an Deinen Rechtsanwalt!

    Laut TÜVRheinland sind die Teile aber eben "gleichwertig mit berechnungsbasiertem manuellem Abgleich".

    https://www.danfoss.com/de-de/about-da…t-danfoss-ally/

    Kann ja nicht einfach zu nem Anwalt rennen, ohne etwas von einem Fachmann in der Hand zu haben, der bestätigt das die Firma misst gebaut hat.
    Noch ist nichts bezahlt, denke ich bekomme morgen die Rechnung. Werde dann erst mal alle Berechnungen und Protokolle verlangen.

    Versteh mich nicht falsch, ich hab kein Problem daimt mich mit Firmen anzulegen aber ich brauch ja irgendetwas, mit dem ich als Laie argumentieren kann,

  • Praktische Regel vom Laien:

    Entscheidend ist, dass die WP unten nicht/wenig taktet, oben der Heizstab nicht anspringt und zwischendrin der COP möglichst hoch ist.

    Optimal wäre also die WP mit dem Modulationsbereich 0-100 kW, die überall einen unveränderten COP hat. Da es das nicht gibt, muss man die WP finden, die am besten passt. Nach der Daumenregel des Laien, wäre das eine 8 kW Wärmepumpe bei 15.000 kW Gas, also die 75/6.

    Die VWL 105/6 A hat einen Scollverdicher und damit einen bessern COP als die 75/6. Der Heizstab wird wohl kaum notwendig werden und die WP muss nicht ständig auf Vollgas laufen, was wieder eher positiv für die Lebensdauer ist. Einzig problematisch ist der untere Modulationsbereich von ca. 5 kW, was zu häufigem Takten im Teillastbereich und einer geringeren Lebensdauer führt. Jetzt ist sie schon da und evtl. muss man irgendwann den Scrollverdichter erneuern, dafür hat man vorher beim Strom (COP) gespart.

    Mit einer Minderung könnte man den Scrollverdichter dann bezahlen, wenn man Recht bekommt, sonst wird es eher unnötig teuer.

    Edited 2 times, last by greta (November 10, 2024 at 9:46 PM).

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