Wärmepumpe modulierend oder Heizungswasser Pufferspeicher?

  • Moin,

    für ein neues Projekt stellt sich folgende Frage:

    Einige Wärmepumpen Luft/Wasser arbeiten auch modulierend. Somit wäre dann kein Pufferspeicher notwendig.

    Meines Erachtens ist es für die WP aber doch sicherlich schonender wenn die WP mit max. leistung läuft und einen Pufferspeicher mit Wärme versorgt und dann für eine gewisse Zeit abschaltet bzw. ruht.

    Bei der modulierenden WP läuft sie sie ja quasi mehr oder weniger durch und kommt auf wesendlich höhere Betriebsstunden.

    Was gibt es für Gründe für die eine oder die andere Lösung?

    P.S. Platz für Pufferspeicher ist vorhanden.

    VG frb

  • Also es gibt etliche Gründe für den Einbau eines Pufferpeichers (Verringerung der Schalthäufigkeit, Speicherung von Wärmeenergie, Verlängerung der Laufzeiten, die hydraulische/thermische Trennung von Wärmeerzeugung und Wärmeverbrauchern, vereinfachte Hydraulik) und auch einige dagegen ( z.B. Effizienzverlust und Zusatzkosten).

    Die Betriebsstundenanzahl einer Wärmepumpe ist nicht wesentlich, im Gegenteil, eine Wärmepumpe, die dauernd durchläuft bei verschiedensten Außentemperaturen bei überall ausreichend warmen Räumen im Gebäude, eine solche Wärmepumpe ist von der Leistung her passend und arbeitet optimal. Mit der Einstellung der Heizkurve kann man da aber noch viel in Bezug auf Effizienz erzielen.
    Die Häufigkeit des An- und Abschaltens der Wärmepumpe ist oftmals eher ein Problem und sollte möglichst gering sein um übermäßigen Verdichterverschleiß zu vermeiden.

    Guck dir vielleicht einfach mal die zwei Youtube-Videos von SHK-Info an, da wird einfach erklärt, auf was bei Pufferspeichern zu achten ist.

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    [Hmmmm, keine Ahnung, warum ich das nicht mehr verlinkt bekomme!]

    Ich bin übrigens (wenn nichts anderes dagegen spricht) im Falle von Pufferspeichern ein Fan von Reihen-Pufferspeichern im Rücklauf oder Pendelspeichern (doppelt differenzdruckloser Verteilern) aber das führt jetzt hier erst mal zu weit.
    VG
    Hagez

  • Einige Wärmepumpen Luft/Wasser arbeiten auch modulierend.

    Ja, DAS wurde auch schon immer bei Gas-Brennwertgeräten gesagt (von sogenannten "Fachleuten") und man hat wahl- und verstandlos Geräte überdimensioniert. Denn eine Modulation hat ihre technischen Grenzen und endet meist bei 20-30% Leistung. Nun STEIGT aber die Wärmeabgabeleistung /COP je wärmer es draußen ist. Somit wird aus 20-30 LEISTUNGSmodulation 30-40% bezogen auf die Heizlast. Kurzum: oberhalb von 5-10Grad Außentemperatur muss getaktet werden weil die Abgabeleistung über der aktuellen AbeNahme liegt. Da ist die in der Übergangszeit oft praktizierte Teilbeheizung noch gar nicht berücksichtigt. Hinzukommt, dass diese "Übergangszeit" so 70-80% der gesamten Jahres-Heizarbeit, also Stunden, ausmacht. Somit kommt alles Schlechte zusammen und macht einen Pufferspeicher zumindest bei Heizkörpern unvermeidbar.

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  • Wenn Du eine große Fussbodenheizung hast, dann wirkt der Estrich auch als guter Wärmespeicher. GGf. kommst Du auch ohne Puffi aus. Aber mit Heizkörpern ist es suboptimal. Dass die Wärmepumpe oft an und aus schaltet ist nur ein (kleineres) von mehreren Problemen. Ein Kühlschrank macht das ja auch so und hält auch ewig. Aber, wenn Du immer an und aus schaltest, dann ist die Vorlauftemperatur ja nur einen kleinen Teil der Zeit auf dem Sollwert und in den anderen Zeiten ja immer darunter. Im Mittel ist sie dann für die Heizkörper kleiner, und Du musst das durch eine höhere Solltemperatur in der Wärmepumpe kompensieren, woraufhin sie ineffizienter läuft, als eigentlich möglich. Also gilt tatsächlich, dass die WP möglichst durchlaufen sollte, also in ihrem Modulationsbereich arbeitet. Das ist aber eh nur für einen kleinen Teil des Winters so, und den gilt es dann zu verlängern. Natürlich genau da, wo es auf Effizienz auch ankommt. Ein zu grosser Puffi hat aber auch Nachteile, insbesondere, wenn er nicht richtig in die Hydraulik eingebunden ist. Es gilt außerdem: je weniger Teile nötig sind, je simpler die Anlage, desto besser=zuverlässiger. Ein Kompromiss wäre, wie ja schon geschrieben wurde, ein kleiner Puffi im Rücklauf.

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