1 Bohrung vs 2 Bohrungen

  • Hallo zusammen,

    im Zuge der Planung und Angebotseinholung für eine Sole-Wasse-WP wurde mir von verschiedenen Bohrunternehmen jeweils unterschiedliche Angbote für die Sondenbohrung(en) erstellt.

    Die überschlägliche Berechnung ergab eine Bohrungstiefe von 2x80m (und liegt damit unter der "magischen" Grenze von 100m für die bergreichtliche Genehmigung), zwei andere Unternehmen möchten aber lieber 1x140m Bohren, was nach deren Aussage überhaupt kein (technisches) Problem sei.

    Bei den immer kleiner werdenden Grundstücken sei dies mit Hinweis auf die Abstandsregeln sowieso meistens nur mit einer Bohrung einzuhalten.

    Die Mehrkosten für einer "stärkere" Sole-Umwälzpumpe (Aussage eines WP-Herstellers) von rund 1.500,-- liegen allerdings deutlich unter den Mehrkosten bei 2 Bohrungen zu 1 Bohrung von ca. 4.000,-- (Angabe Bohrunternehmen).

    Erdwärmebohrungen sind in unserer Gemeinde/in unserer Straße zulässig, d.h kein Wasserschutzgebiet und kein Bergbau - somit sollten sumindest aus dieser Ecke keine Schwierigkeiten zu erwarten sein.

    Wie seht ihr das? was spricht evtl. gegen die Einzelbohrung?

    Grüße

    Torsten

  • hallo, keine eigene erfahrung, nur gelesen. empf. pro bohrung max eine wp mit max 5kw. bei zwei bohrungen ist die belastung pro bohrung niedriger(vl konst. höher) und reseve. nicht vergessen: eine stärkere tauchpumpe ist nicht nur im preis teurer auch im ständigen verbrauch.

    mfg

  • Hallo Thorsten,

    ohne präzise Geoinformationen und Abstände zu weitern oder eventuell geplante Erdsonden ist es schwierig ein eindeutige Aussage zu treffen.

    - Generell sollte zwischen Erdsonden möglichst ein abstand von > 25m liegen

    - Die Entnahme sollte pro Meter, je nach Material der Umgebungsschicht nicht größer als 25-40 W/m liegen ( je niedriger des so besser).

    Bei zu hoher Entnahme wird die umgebende Erdschicht / das Gestein ausgekühlt und die Effizienz der WP wird deutlich schlechter. Der "Ersatz" der entnommenen Energie erfolgt auf natürlichem Wege nur sehr langsam (Durch das im Sommer Wärme in die Sonde gefahren wird kann die Situation begrenz verbessert werden).

  • Hallo zusammen,


    vielen Dank für eure Rückmeldungen dazu.

    Eine Beschränkung auf max. 5kW pro Bohrung hat bis dato kein einziger Anbieter vorgesehen/erwähnt...werde da mal nachhaken.

    Abstände - die Einhaltung von 25m Abstand zwischen zwei Bohrungen ist doch eher unrealistisch. Welches Grundstück gibt das her? Nach meinen Informationen sagen die Richtlinien/Vorschriften der Behörden dazu, dass 3,0m zum Nachbargrundstück/öffentlichem Grund und 6,0m zwischen zwei Bohrungen einzuhalten wäre...das wäre dann schon eher machbar (und bei uns auch so umsetzbar).

    Die Frage zu zwei separaten Bohrungen vs einer tieferen Bohrung bezog sich auch eher auf Vor-/Nachteile in Bezug auf "strömungstechnische/wärmeübertragungstechnische Faktoren.

    Die "Entzugsleistung" der Erdbohrung wird übrigens von allen Anbietern mit 50W/m angenommen - und gem. Angaben des Geologischen Dienstes für unseren Wohnort wäre das auch ein realistischer Wert und könne zur Berechnung der Bohrungstiefe herangezogen werden. Auch die Anbieter für die Erdbohrung rechnen alle mit diesem Wert.

    Grüße

    Torsten

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