Entscheidungshilfe- Ovum Vs.Wolf

  • Hallo zusammen,

    ich stehe kurz vor einer wichtigen Entscheidung bezüglich der neuen Heizungsanlage für meinen Bungalow und suche eure Inputs, um die richtige Wahl mit einem guten Gefühl zu treffen.


    Meine Eckdaten:

    • Bungalow, Baujahr 1982, massive Bauweise, voll unterkellert.
    • Beheizte Fläche: 245 qm (davon 145 qm im EG und ca. 100 qm im Keller).
    • Aktueller Ölverbrauch: 3.000 Liter pro Jahr, was einem Wärmebedarf von 30.000 kWh entspricht.
    • Heizlast: 13 kW.
    • Sanierungen 2023: Dreifach isolierte Fenster und Dämmung der obersten Geschossdecke.
    • Zusätzliche Wärmequelle: Kaminofen im Wohnzimmer.
    • Heizsystem: Ca. 90 qm mit Fußbodenheizung, der Rest mit Heizkörpern.

    Die Auswahlmöglichkeiten:

    Ich schwanke zwischen zwei Luft-Wasser-Wärmepumpen-Lösungen, beide mit Schichtladespeicher und Frischwasserstation:

    1. Wolf CHA-10/400
    2. Ovum AC417P

    Interessanterweise ist die Wolf-Anlage mit 10 kW rund 6.000 Euro günstiger als die Ovum.


    Meine Frage an euch:

    Was wären eure Favoriten und vor allem: Warum?

    Ich schätze eure Meinungen und Inputs sehr und bin für jede Hilfestellung dankbar!

  • Die Auswahlmöglichkeiten:

    Ich schwanke zwischen zwei Luft-Wasser-Wärmepumpen-Lösungen, beide mit Schichtladespeicher und Frischwasserstation:

    1. Wolf CHA-10/400
    2. Ovum AC417P

    Der direkte Vergleich der beiden WP deute darauf hin das die Anbieter die Anlagen für das Gebäude sehr unterschiedlich ausgelegt haben hinsichtlich des Leistungsbedarfs/Leitungsfähigkeit der Anlagen.

    Die Ovum soll die deutlich effizientere Anlage sein, die den Mehrpreis durchaus rechtfertigen könnte.

    Für beide System ist aber die korrekte optimierte Nutzung des bestehenden Hydrauliksystems entscheidend, weshalb es zum beurteilen der Angebote interessant ist zu wissen welche VL-T, Spreizung etc. geplant wurden.

    Existiert eine entsprechende Raumheizlast/Raumheizleistung Betrachtung und Dokumentation der sich daraus vorgesehen Heizkurven.

  • Der direkte Vergleich der beiden WP deute darauf hin das die Anbieter die Anlagen für das Gebäude sehr unterschiedlich ausgelegt haben hinsichtlich des Leistungsbedarfs/Leitungsfähigkeit der Anlagen.

    Die Ovum soll die deutlich effizientere Anlage sein, die den Mehrpreis durchaus rechtfertigen könnte.

    Für beide System ist aber die korrekte optimierte Nutzung des bestehenden Hydrauliksystems entscheidend, weshalb es zum beurteilen der Angebote interessant ist zu wissen welche VL-T, Spreizung etc. geplant wurden.

    Existiert eine entsprechende Raumheizlast/Raumheizleistung Betrachtung und Dokumentation der sich daraus vorgesehen Heizkurven.

    Auch ich bin der Meinung von bstone, dass Raumheizlast, Hydraulik, Systemtemperaturen für eine bessere Beurteilung noch fehlen.

    Nichtsdestotrotz habe ich mal über den gegebenen Ölverbrauch von 3.000 ltr./Jahr und mit einem gewichteten SCOP (s. Bonotos https://www.youtube.com/watch?v=wUfKB_1Zaug ) die reinen Stromverbräuche der beiden Wärmepumpen verglichen. Wie gesagt, ohne Betrachtung der weiteren Faktoren wie Hydraulik usw..

    Annahmen:
    1) Zu erzeugende Heizwärme = 3.000 ltr. Heizöl / Jahr = 30.000 kWh/Jahr * Wirkungsgrad von 0,9 = 27.000 kWh Wärme /Jahr
    2) Primärenergiefaktor PEF = 2,5 (ja, mir ist bekannt, dass in Anlage 4 des GEG jetzt ein Wert von 1,8 ausgewiesen ist)
    3) gewichter SCOP mit 80% SCOP35 und 20 % SCOP55
    4) Strompreis : 0,30 €/KWh

    Danach ergeben sich bei einem PEF = 2,5 für die Wolf CHA 10-400 Wärmepumpe jährliche Stromkosten (NUR WÄRMEPUMPE) von ca. 1.800,-- €/Jahr und für die Ovum 471P jährliche Stromkosten von 1.450,-- €/Jahr, Differenz = 350,-- €/Jahr.

    Bei einem PEF von 1,8 vergrößert sich der jährliche Differenzbetrag auf ca. 480,-- €/Jahr.

  • Deiner Planung zu einer 10Kw Pumpe kann ich nicht folgen. Ich würde aufgrund des Kaminofens zu 6Kw tendieren.

    Frage: Ab welcher Außentemperatur wirfst du den an ? Unter Null Grad ? Dann kannst du die Wärmebedarfsberechnung bei den Tiefsstemperaturen auf Null Grad ansetzen.

    10Kw Nominalleistung vom Verdichter ist zu viel bei beheizten 145 m2. Ich mache mit meiner 8Kw WP 250m2 warm. Iso Standard Wände 1970, Fenster alle 3-fach in den letzten 3 Jahren. Vom Gefühl her hat dieses Fenster Upgrade von 2-fach "alt" auf 3-fach neu enorm was gebarucht.


    Auf jeden Fall heizt meine 8kw Viessmann bis auf Null Grad runter, darunter schiebt das BHKW 5Kw Abwärme nach. Bei fiktiv angenommenen -10Grad, die wir seit Jahren nicht hatten, würde der Öler ein paar Stunden laufen. Zwei Kaminöfen sind auch noch da.

    Fazit: Aufgrund des Taktens Frühjahr bis Herbst habe ich 2Kw zu groß gekauft.

    Bei dir würde eine 10Kw WP April bis Oktober takten bis der Arzt kommt.

    Viessmann 200-S D09 seit Herbst 2024. Alles DIY .

    Läuft prima parallel zu BHKW. 300 Liter Puffer + 300 Liter Brauchwasser Speicher. Öler als Backup vorhanden. Reichlich PV.

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