Hilfe bei Planung mit wp monoblock

  • Hallo ich möchte gern meine Ölheizung raus machen. Sie ist fast 30 Jahre alt. Wollen gern eine wp von Panasonic einbauen. Hier mal meine Daten.

    Baujahr 1967

    - Doppelt gemauert mit Luftschicht.
    - Fenster ca. 10 Jahre alt und doppelt verglast

    - Keine Fassaden Dämmung und auch Dach Decke ca 30 cm dick ungedämmt.

    Die obere Wohnung ist teilweise schon gedämmt. Kniestock 1meter. Rest oben noch ca 38 m2

    - Aktuell Ölheizung mit 2300 liter verbrauch in den letzten drei Jahren im Schnitt

    - Haus hat 170 m2

    - Heizkörper unten 110m2.
    Küche 70x90 Typ 22,

    Bad 200x50 Typ 22,

    Vorratsraum 60x60 Typ 22 nie an, Schlafzimmer 150x70 Typ 11,

    Wohnzimmer 300x30 Typ 22,

    Esszimmer 300x60 Typ 22,

    Wintergarten 200x25x30 Rippenheizkörper.

    Obere Etage 70 m2 ,

    Schlafzimmer 200x60 Typ 22,

    Küche 240x60 Typ 11,

    Kleines Bad 80x60 Typ 11,

    Esszimmer 180x60 Typ 22,

    Wohnzimmer 220x60 Typ 22.

    unten ist der Wintergarten gut isoliert und mit Durchgang 1x2 Meter mit dem Esszimmer verbunden. Dieses wiederum direkt mit dem Wohnzimmer und das mit 1,4x2 Meter Durchgang mit dem Flur. Dort geht es dann zum Bad und Abstellkammer. Gradeaus dann zur Küche. Auch offen 1,2x2 Meter Durchgang.

    - Rohre im Keller bis zu den abzweigen 28mm, dann auf 22mm und zu den Heizkörpern auf 18mm

    Rohrleitungen

    24 Meter 28mm kupferrohr außen

    60 Meter 22mm kupferrohr außen

    40 Meter 18mm kupferrohr außen

    Insgesamt müssten ca 40 Liter Wasser in den Rohren sein.

    - Vorlauf aktuell keine Ahnung. Alte Ölheizung läst nicht viele Einstellungen zu. Aber heizt den Kessel auf max 60 und warmwasser auf 53 grad.

    - Für den Sommer und das Brauchwasser ist eine Brauchwasserwärmepumpe vorhanden von Tesy mit 200 Liter Brauchwasser. Dort ist eine Heizspirale verbaut an der aktuell die Ölheizung hängt um im Winter das Wasser mit aufzuheizen.

    - Haus steht in Nordhessen wegen Klima
    Folgende Pumpen gefallen mir eine davon würde ich gerne nehmen

    - Panasonic WH-MXC12J9E8-1

    - Panasonic WH-MXC09J3E8


    Welche ist am sinnvollsten einzubauen und macht Sinn.

    Ich will gern unter die 50 Grad Vorlauftemperatur kommen, geht dann nur wenn die Wärmepumpe bei minusgraden läuft und ich die Heizkurven einstellen kann.

    Brauchwasser soll im Winter von der Pumpe mit gemacht werden. Im Sommer macht das dann die Tesy.


    Aktuell heizen wir nur unten die 110 m2. Oben nur Frostschutz bzw. zwei Zimmer alle zwei Wochen an wenn Kids da sind. Soll aber trotzdem als volle Wohnung in ein paar Jahren genutzt werden.


    Danke schon mal im Voraus.

  • Hallo Snaketom,

    als erstes stellt sich die Frage auf welcher Basis sind die 2300l Öl zu bewerten , was wird wie beheizt etc.

    Die 9kW ist eher zu klein?!?
    Nordhessen ist auch etwas zu unpräzise um eine Jahresgardzahlverteilung und NAT heranziehen zu können. Und was deine Hydraulik kann und wie das zu den Räumlichkeiten passt ist auch nicht nach zu vollziehen.

  • Wir können ja mal etwas in der Glaskugel lesen:

    NAT z.B. in Homberg Efze sind frische -12 °C

    Größe der Wärmepumpe: 2300 l - etwa 18400 kWh Wärme (davon einiges mit vermutlich mittelprächtigem Wirkungsgrad für Warmwasser) Bei bewusst knapper Auslegung würden für 95 % der Zeit vermutlich 5 kW genügen, insbesondere wenn Warmwasser dann nur noch mit der BWWP gemacht wird. Bei geplanter Vollnutzung der oberen Etage sind die 9 kW von bstone realistisch. Mit dem genauen Wandaufbau, der Jahresgradzahlverteilung am konkreten Ort und gewünschter Innentemperatur kann man das präzisieren. Eine Heizlastberechnung ist unerlässlich, der bisherige Verbrauch ist nur ein Anhaltspunkt.

    Heizkörper: 11 Heizkörper (ohne Schlafzimmer und Vorratsraum) müssten dann durchschnittlich je ~ 500 W liefern, was insbesondere bei den kleinen knapp werden kann. Der Wohnzimmerheizkörper leistet laut dem Heizkörperrechner bei 20 °C Raumtemperatur, 40 °C Vor- und 35 °C Rücklauf etwa 800 W. Von den Heizkörpern her könnte es für das Gesamthaus also funktionieren, einzelne müssten eventuell getauscht oder ertüchtigt werden.

    Hydraulik: konservativ angenommene 9 kW brauchen bei 5 K Spreizung einen Volumenstrom von 26 l/Minute, pro Heizkörper also ~ 2,5 l/min. Deine Verrohrung ist zwar nicht so üppig, wie man es für die Wärmepumpe gerne hätte, es bestehen nach meinem Verständnis aber reelle Chancen, dass es klappen kann, "einfach" die Wärmepumpe an der Bestandshydraulik zu betreiben. Mit konkretem Förderdruck der Umwälzpumpe und genauen Rohrlängen sollte man das im Vorfeld genauer durchrechnen.

    Neben 1-2 Kleinigkeiten, die beim Umbau auf WP zusätzlich zu beachten sind, muss dir klar sein, dass man, will man den Effizienz- und Kostenvorteil der WP nutzen, anders heizen muss. Es wird gleichmäßiger geheizt und die Thermostaten sind möglichst alle offen oder ganz ab. Geregelt wird möglichst weitgehend über die Vorlauftemperatur.

    Die WP ins Warmwasser einzubinden, halte ich nicht für sinnvoll, weil das die Kosten und die Fehleranfälligkeit erhöht, ohne dass ein wesentlicher Effizienzgewinn zu erwarten ist. Die Heizspirale der Tesy dürfte ohnehin für den Anschluss einer WP unzureichend sein. Für Redundanz genügt der Heizstab.

  • Welche ist am sinnvollsten einzubauen und macht Sinn.

    Ich will gern unter die 50 Grad Vorlauftemperatur kommen, geht dann nur wenn die Wärmepumpe bei minusgraden läuft und ich die Heizkurven einstellen kann.


    Danke schon mal im Voraus.


    Eine Pana ist schon mal gut weil die tief modulieren kann

    Deine Heizkörper würde ich im Zuge des Umbaus (komplett) upgraden. Alle 22er auf Typ33, der Umbau ist in der Regel ein Kinderspiel weil die Halter übernommen werden können. Nur die Bautiefe in den Raum ändert sich um eine Platte. Teilweise extrem vorteilhaft weil du dann keinen Wärmstau unter der Fensterbank hast.

    Im Zuge des Wechsels ggf. gleich hinter jeden HK an die Außenwand eine Rigips- oder Fermacell mit 10mm Iso kleben.


    Bei ~10 Heizkörpern ist der Mehrpreis, bezogen auf die Gesamtsumme der WP Installation , rel. gering und mit dem Umbau holst du dir niedrigen Vorlauf. Der Aufpreis der 33er ist nach wenigen Jahren wieder drin.

    Die 11er auf 22er, ggf. je nach Platz auch 33er.

    Viessmann 200-S D09 seit Herbst 2024. Alles DIY .

    Läuft prima parallel zu BHKW. 300 Liter Puffer + 300 Liter Brauchwasser Speicher. Öler als Backup+Winterbetrieb vorhanden. Reichlich PV.

  • Bei ~10 Heizkörpern ist der Mehrpreis, bezogen auf die Gesamtsumme der WP Installation , rel. gering und mit dem Umbau holst du dir niedrigen Vorlauf. Der Aufpreis der 33er ist nach wenigen Jahren wieder drin.

    In DIY könnte man das 9er-Modell für 4000 € inklusive Anschlussmaterial) + Elektriker einbauen. Das Upgrade aller Heizkörper würde den Preis verdoppeln. Kann sich dennoch lohnen - durchrechnen. Einige (Küche) müssen vermutlich ohnehin größer oder mit Lüftern ausgestattet werden. Jedes Grad weniger Vorlauftemperatur bringt höhere Effizienz. Je höher die gewünschte Wohnraumtemperatur, desto eher ist das genannte Upgrade ratsam.

  • In DIY könnte man das 9er-Modell für 4000 € inklusive Anschlussmaterial) + Elektriker einbauen. Das Upgrade aller Heizkörper würde den Preis verdoppeln.


    Ok, bei DIY ist der Kosten-Anteil der Typ 33 HK natürlich höher - aber die gesamten gesparten Kosten vs. einer ~35.000 Euro Installation vom Heizungsbauer sind trotzdem immens.

    Für gesamt maximal 10.000 eine schöne Niedertemperatur Installation mit/trotz ausschließlich HK hat schon Gesicht.

    Viessmann 200-S D09 seit Herbst 2024. Alles DIY .

    Läuft prima parallel zu BHKW. 300 Liter Puffer + 300 Liter Brauchwasser Speicher. Öler als Backup+Winterbetrieb vorhanden. Reichlich PV.

  • bitte besonders den HK im Wohnzimmer beachten , vermutlich so ein niedriger unter großem Fenster , haben unsere Nachbarn die haben wegen der kleinen Höhe eine schlechte Konvektion, da helfen Lüfter oder andere HK lösung.

  • bitte besonders den HK im Wohnzimmer beachten , vermutlich so ein niedriger unter großem Fenster , haben unsere Nachbarn die haben wegen der kleinen Höhe eine schlechte Konvektion, da helfen Lüfter oder andere HK lösung.


    Ja, der Wohnzimmer HK mit 30cm Höhe wird eine Lösung benötigen. Da muss wohl ein aktiver hin, oder DIY Lüfter - gibt es ja mittlerweile.


    Der ganze Rest sind Standardgrößen.

    Viessmann 200-S D09 seit Herbst 2024. Alles DIY .

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  • Hab noch einen stehen vom Nachbar. War ein fehlkauf Typ 33 180x50. Hab dann zum Boden noch 8 cm Platz. Und zum Fenster auch. Denke der macht dann mehr Sinn im Wohnzimmer oder? Für Wintergarten habe ich schon 2 Ersatz gekauft. Gleiche Größe nur als Typ 33. dann sind die Rippen raus.


    In der Küche schaue ich ob ich auch eine Typ 33 kaufe oder halt Lüfter drunter mache.

    Edited once, last by Justfendt: Ein Beitrag von Snaketom mit diesem Beitrag zusammengefügt. (May 5, 2026 at 6:40 PM).

  • Hab noch einen stehen vom Nachbar. War ein fehlkauf Typ 33 180x50. Hab dann zum Boden noch 8 cm Platz. Und zum Fenster auch. Denke der macht dann mehr Sinn im Wohnzimmer oder?

    Laut Heizkörperrechner leistet Typ 33 180x50 960 W, wo Typ 22 300x30 858 W liefert. Trotz deutlich kürzerer Bauform also 100 W mehr. (Beispielrechnung mit Vlt 40 °C, Δt = 5 K, Raumtemperatur 20 °C)

    Eine Heizlastberechnung gibt Auskunft, in welchen Räumen es bei sukzessiver Absenkung der Vorlauftemperatur zuerst zu kühl werden würde und ein Heizkörpertausch am sinnvollsten ist. Ich denke, mit deinem vorhandenen Material inklusive neu gekaufter und vom Nachbarn beschaffter Heizkörper lässt sich eine passable Lösung entwickeln.

  • ...ansonsten bekommt der eine Lüftereinheit drunter.

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