Viesmann Vitocal 343, Siemensleitwert und Reparatur

  • Hallo zusammen,

    Bei unserem Haus ist eine Vitocal 343 verbaut (Baujahr 2007/2008). Bei der jährlichen Wartung sind mehrere Punkte aufgefallen, insbesondere der Siemensleitwert und Geräusche der Komponenten. Hierzu:

    Gemessener Simensleitwert 631 µS/cm (30.04.2026 NLJ)
    Der gemessene Wert liegt über dem maximalen Wert, der vom Hersteller vorgegeben wird. Wir möchten Sie darauf hinweisen, dass dies zu gravierenden Schäden oder sogar zum Ausfall Ihrer Heizungsanlage führen kann.

    Um diese Probleme und das Erlöschen der Herstellergarantie zu vermeiden, können wir Ihnen entweder eine Neubefüllung mit vollenthärtetem und entsalzenem Wasser nach VDI 2035 oder den Einbau einer Befüllarmatur anbieten.

    Hierzu haben wir auch entsprechendes Angebot über 1000€ erhalten.

    Zusätzlich sind folgende Punkte aufgefallen:
    ­ Verdichtet Schaltet laut
    ­ Umschaltventil WW/Heizung beim umschalten macht Geräusche.
    Kondensat in der WP , SV von WW nachgezogen.
    Speicher Entlüftet
    Siemensleitwert 631umS
    Primär Sensor geprüft ok­> Fehler Tritt nicht immer. Art.:7825033.

    Beim heutigen Serviceeinsatz wurde festgestellt, dass Komponenten mit Sicherheitsfunktionen nach EU Richtlinie 2010/31/EU die konstruktionsbedingte Mindest­Lebensdauer gemäß Herstellerangaben überschritten haben.

    Meine Frage lautet nun : Wie kritisch ist die Überschreitung des Siemensleitwertes für die weitere Lebensdauer der Anlage und wodurch kann es verursacht sein?
    Lohnt sich die Umsetzung des Angebotes in Anbetracht des Alters (ca. 18 Jahre) und des sonstigen Zustands der Wärmepumpe überhaupt noch? Lässt sich hierzu eine Einschätzung abgeben oder gibt es Erfahrungswerte?

    Kann man ungefähr sagen was der Autausch der Wärmepumpe mit einer vergleichbaren Anlage kosten wird?
    Da wir das Ganze schlecht einschätzen können, würden wir gerne verhindern noch unnötig Geld in die alte Anlage zu stecken.

    Für eure Hilfe und eine Einschätzung wäre ich euch sehr dankbar.

    Beste Grüße

  • Der Leitwert von 631µS/cm entspricht in etwa normalen Trinkwasser, was auch and der Tatsache liegen könnte das die Anlage 2007/2008 mit Leitungswasser gefüllt wurde. Ich kenne Heizung die seit über 30Jahren mit dieser "gefährlichen" Flüssigkeit betrieben werden und die ignoriren das einfach.
    Das Umschaltventile altern ist auch nicht erstaunlich , für das recht beliebt Honewell 3WGV gibt es eine neuen Einsatz für 30Euro , aber lieber wird das Ventil getausch (Das Ventil ist ein Verschleißteil).
    Für so eine Anlage eine automatisch Befüllarmatur nachrüsten ist eher Fragewürdig.
    Speicherentlüften/Anlage gehört zum allgemeine Service , sind 3 min Arbeit - was hat der HB gemacht als er die Anlage begutachte hat ....
    Es ist nicht zu erwarten das die Anlage dadurch die Maßnahme wesentlich länger lebt und mit dem Verlust der Herstellergarantie für eine Anlage aus 2007/2008 zu argumentieren ...

    Der kritische Teil ist der Kompressor mit dem Gaskreislauf und der ist von der Maßnahme nicht direkt tangiert, aber der schalte laut was ein Hinweis auf Alterung ist aber keine Restbetriebszeit erkennbar definiert.

    Was eine Ersatzanlage kostet ist eine Frage an den HB was der dafür aufruft (Eine Vitocal 222-G Typ BWT 221.B10 ist für ca.6000 EUR auf dem Markt, die 333-G koste ca. 11000 EUR).

  • Wir hatten mal vor ~20 Jahren eine zugesetzte Heizschlange in einem Boiler. Das war eine Sch**** Arbeit die wieder mit Säure durchgängig zu spülen.


    Bis dahin hatten wir uns keine Gedanken über die Wasserwerte gemacht und immer hartes Leitungswasser eingefüllt.

    Seit einigen Jahren, bzw. seit dem "Aha-Effekt" nur noch enthärtet/gefiltertes Regenwasser plus PH Korrektur.

    Istzustand: Ca. 3-5 Grad dh und PH ~9,0

    Viessmann 200-S D09 seit Herbst 2024. Alles DIY .

    Läuft prima parallel zu BHKW. 300 Liter Puffer + 300 Liter Brauchwasser Speicher. Öler als Backup+Winterbetrieb vorhanden. Reichlich PV.

  • Wir hatten mal vor ~20 Jahren eine zugesetzte Heizschlange in einem Boiler. Das war eine Sch**** Arbeit die wieder mit Säure durchgängig zu spülen.


    Bis dahin hatten wir uns keine Gedanken über die Wasserwerte gemacht und immer hartes Leitungswasser eingefüllt.

    Seit einigen Jahren, bzw. seit dem "Aha-Effekt" nur noch enthärtet/gefiltertes Regenwasser plus PH Korrektur.

    Istzustand: Ca. 3-5 Grad dh und PH ~9,0

    Heute ist aufbereitetes Wasser stand der Technik, früher war das kein Thema und wenn die Temperaturbedingungen moderat sind ist das eher unproblematisch.
    Die guten Boiler mit hohen Temperaturen machen schon mal Problem und ja die Entkalkung ist Spass befreit.

  • Ok erstmal vielen Dank für die Rückmeldungen.

    Soweit ich das verstehe scheint es ja erstmal nicht sonderlich kritisch zu sein, zumal keine Probleme erkennbar sind die darauf zurück zu führen sind.


    Ist das Nachfüllen des Heizungswasser etwas das man als Besitzer regelmäßig machen muss/soll oder durch den Techniker gemacht werden sollte? Wir haben das Haus vor drei Jahren gekauft und daher keinerlei Erfahrung damit. Es wurde bei den bisherigen Wartungen auch meines Wissens nach nie angesprochen.

  • Ist das Nachfüllen des Heizungswasser etwas das man als Besitzer regelmäßig machen muss/soll

    Druck prüfen. Wenn der Druck zu niedrig ist, kann die Heizung auf Störung gehen - nicht so schlimm, aber ein kaltes Haus kann unangenehm sein. An den Schaufelrädern der Wasserpumpen können bei zu geringem Druck Schäden durch Kavitation entstehen. Deshalb muss auf Normdruck nachgefüllt werden. Hier wird erklärt, wie man das jahrzehntelang gemacht hat, die Anschlüsse haben das gleiche Gewinde wie Wasch- und Spülmaschine. Die entsprechenden Schläuche lassen sich dafür nutzen. Bei Neuanlagen sind Systemtrenner vorgeschrieben, damit keinesfalls Heizungswasser und Trinkwassernetz gelangen kann. Den Schlauch musst du deshalb unmittelbar nach dem Füllen sofort wieder vom Hahn trennen. Die modernen Geräte verlangen auch aufbereitetes Wasser nach VDI 2035. Dafür kann man Vollentsalzungspatronen kaufen, die die gleichen Gewindeanschlüsse haben. Wem die regelmäßige Prüfung des Drucks zu viel Arbeit ist, lässt das einen Techniker machen, der gleich auch nachfüllt oder ein automatisches Füllgerät installiert.

  • Ok erstmal vielen Dank für die Rückmeldungen.

    Soweit ich das verstehe scheint es ja erstmal nicht sonderlich kritisch zu sein, zumal keine Probleme erkennbar sind die darauf zurück zu führen sind.


    Ist das Nachfüllen des Heizungswasser etwas das man als Besitzer regelmäßig machen muss/soll oder durch den Techniker gemacht werden sollte? Wir haben das Haus vor drei Jahren gekauft und daher keinerlei Erfahrung damit. Es wurde bei den bisherigen Wartungen auch meines Wissens nach nie angesprochen.

    Wasser nachfüllen und Heizkörper entlüften sind einfache Tätigkeiten die jeder selber ausführen kann und auch regelmäßig erfolgen sollte (Es gibt quasi keine Heizung die nicht schleichend Wasser verliert).
    Und wenn eine HB für ein Wartung vorbei kommt gehört das dazu das zu kontrolieren und aufzufüllen ohne ein Wort darüber zu verliere, es sei den es ist ungewöhnlich viel den dan könnt das Ausgleichsgefäß defekt sein.

  • Wasser nachfüllen und Heizkörper entlüften sind einfache Tätigkeiten die jeder selber ausführen kann und auch regelmäßig erfolgen sollte

    Das sagst du so einfach, ich kann mich an einen Beitrag im Viessmann Forum erinnern, da wußte ein Owner bzgl. Wasser nachfüllen tatsächlich nicht welchen Hahn auf wann welchen zu, welchen Schlauch wo dran. Musste man ihm auf seinen Bildern erklären.

    Der konnte es nicht. Der wollte seinen HB anrufen ....


    Böse mit Eigentor wäre es nun, darauf zurück zuführen dass es eine VM Anlage ist die die Owner aufgrund der Blinky Blinky Webseite und den Hochglanzversprechen gekauft haben. Mir wurde der Kram preislich hinterher geworfen, ich musste sie nehmen ....

    Viessmann 200-S D09 seit Herbst 2024. Alles DIY .

    Läuft prima parallel zu BHKW. 300 Liter Puffer + 300 Liter Brauchwasser Speicher. Öler als Backup+Winterbetrieb vorhanden. Reichlich PV.

  • Das sagst du so einfach, ich kann mich an einen Beitrag im Viessmann Forum erinnern, da wußte ein Owner bzgl. Wasser nachfüllen tatsächlich nicht welchen Hahn auf wann welchen zu, welchen Schlauch wo dran. Musste man ihm auf seinen Bildern erklären.

    Der konnte es nicht. Der wollte seinen HB anrufen ....


    Böse mit Eigentor wäre es nun, darauf zurück zuführen dass es eine VM Anlage ist die die Owner aufgrund der Blinky Blinky Webseite und den Hochglanzversprechen gekauft haben. Mir wurde der Kram preislich hinterher geworfen, ich musste sie nehmen ....

    Ok, ich gestehe ich fülle so seit ca. 50 Jahren Wasser nach, entlüfte und mache so diverses daran, da fehlt mir manchesmal das Bewustsein das man das nicht kann...

  • Ja - hab ich aus Gewohnheit mit dem gleichen Bewusstsein damals auch einfach überall mit dem "Wasser-Schlauch-dran" so gemacht. Bis das ich vor Jahren ein BHKW mit einer extra notwendigen Füllstation hingestellt hatte. Erst da hatte es Klick im Kopf gemacht.
    Dem alten Öler hat es zwar nichts mehr gebracht, aber der Folgeheizung (WP) ist das mit dem "besseren" Wasser dann von Anfang an schon zu gute gekommen das alles schon länger gespült und seit langem mit dem "besseren" Wasser im Heizungsrohrsystem lief.

    Gruß von 300P
    Buderus Logaplus M WLW186i-7 AR E
    (Innen) WLW186I-12 E mit MX400 / Warmwasser Logalux SH290 RS-B mit 1 x EHK 230V 2000W - TH 1105340 Temperaturgeführt / Pufferspeicher Logalux P120.5 S-B
    (Aussen) WLW-7 MB AR

  • mit dem Einbau der WP ist auch ein Magnet/Schlammabscheider gekommen, der wird aus Sicherheitsgründen zweimal in der Heizperiode kontrolliert/kurz geöfnet, also muß auch nachgefüllt werden, dafür kann man doch nicht jedesmal nen HB holen, oder? zum nachfüllen bis 0,8bar geht ne 12v tauchpumpe, darüber ne 12v membranpumpe kost 12-18 euronen. die Mengen sind gering daß ein 5l kanister reicht. angetrieben von ner alten Atobatterie.

  • Auch der kam automatisch damals mit dem BHKW bei mir 😉

    Aber bei mir reicht einmal im Sommer säubern.

    Anlage ausschalten - vor und hinter dem Magnetventil absperren und dann eventuell danach im 1OG nach ein paar Tagen den höchsten HK entlüften…..

    Gruß von 300P
    Buderus Logaplus M WLW186i-7 AR E
    (Innen) WLW186I-12 E mit MX400 / Warmwasser Logalux SH290 RS-B mit 1 x EHK 230V 2000W - TH 1105340 Temperaturgeführt / Pufferspeicher Logalux P120.5 S-B
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