Posts by Eddi

    Hallo Killerkahle

    Du hast da wirklich einen interessanten Punkt angesprochen. Solarthermie kann tatsächlich etwas weniger effizient sein als Photovoltaik, vor allem wenn die Sonneneinstrahlung nicht so stark ist. Es ist aber super, dass du bereits auf Photovoltaik umgestiegen bist und deinen eigenen Strom für die Wärmepumpe und den Haushalt nutzt!

    Dein Ansatz, den überschüssigen Strom über einen Heizstab in den Warmwasserspeicher einzuspeisen, ist auch eine kluge Idee. Auf diese Weise nutzt du die Energie, die du selbst erzeugst, optimal aus und musst weniger Strom von externen Anbietern beziehen.

    Es stimmt, dass Photovoltaik-Module auch bei geringerer Sonneneinstrahlung noch etwas Ertrag bringen können, was sie zu einer flexibleren und potenziell effizienteren Lösung macht. Das Wichtigste ist, dass du mit deinem System zufrieden bist und es für deine Bedürfnisse gut funktioniert. Jeder Haushalt ist schließlich unterschiedlich, und es gibt keine Einheitslösung für alle. Aber es klingt, als hättest du eine gute Lösung für dich gefunden. Weiter so!

    Beste Grüße

    Eddi

    Hallo Martin,

    ich denke, eine effizientere und kostengünstigere Option wäre es, den Überschuss mithilfe eines Heizstabs zu nutzen und als Wärme in den Warmwasserspeicher einzuspeisen. Die Installation einer Wärmepumpe, selbst wenn sie klein ist, erfordert eine gewisse Investition. Im Gegensatz dazu ist der Heizstab einfach in den Warmwasserspeicher zu integrieren, sofort einsatzbereit und kann über die SG-Ready-Schnittstelle mit der Photovoltaikanlage kommunizieren.

    Durch die Nutzung des Überschusses könnten auch zusätzliche Arbeitszyklen der Wärmepumpe provoziert werden, wobei es empfohlen wird, unnötige Takte zur Reduzierung des Verschleißes zu vermeiden.

    Eine interessante Fragestellung in diesem Zusammenhang wäre jedoch ein Effizienzvergleich bei der Nutzung des PV-Überschusses. Es wäre interessant zu wissen, wie viel Wärme der Heizstab aus 1 kWh Strom erzeugt und wie viel eine Wärmepumpe erzeugen kann.

    Viele Grüße,

    Eddi

    Hallo Brainstormer,

    ja, es gibt Wärmepumpentarife. Das hängt aber stark von dem regionalen Versorger ab, ob der WP-Tarif überhaupt angeboten wird und wenn ja zu welchen Konditionen. Informiere dich doch am besten dort einmal, die können dir genau sagen, was angeboten wird und was nicht.

    Freue mich auf deine Rückmeldung.

    Gruß

    Eddi

    Hallo Iris,

    willkommen im Forum. Bei dem überschaubaren Wohnraum, sind 7,5 bis 9 KW tatsächlich zu viel. Hast du den Wärmebedarf über einen Energieberater schon professionell berechnen lassen? Ich kenne mich in Portugal leider nicht aus, in Deutschland z.B. können auch viele Schornsteinfeger eine aussagekräftige Heizlastberechnung aufstellen. Einfach auf "blauen Dunst" eine Wärmepumpe installieren ist meiner Meinung nach schon kritisch. Es soll zum Schluss ja auch effizient sein. Ich würde in deinem Fall nicht höher als 4 KW gehen. Vermutlich reicht auch 3,5 KW. Wenn die WP zu groß dimensioniert ist, wird sie die Wärme die sie erzeugt nicht richtig los und taktet dafür öfter. Jeder überflüssige Takt bedeutet überflüssiger Verschleiß.

    Wie sind denn Neubauten in Portugal gedämmt? Haben die Wände eine gedämmte Hohlschicht, oder wie muss man sich das vorstellen?

    Jetzt aber mal eine Frage an dich: Bist du dir sicher, dass eine Wärmepumpe für dich das Richtige ist? Du sagtest ja, dass in Portugal viel mit Klimageräten geheizt wird. Das wäre aus meiner Sicht eine Möglichkeit die du ebenfalls in Erwägung ziehen solltest. Ein Multi-Split-Klimagerät ist ja im Grunde nichts anderes als eine Luft-Wärmepumpe. Sie Arbeitet nach genau dem gleichen Prinzip und du hast den Vorteil, dass du im Sommer deine Räume entsprechend klimatisieren kannst, was mit einer reinen Wärmepumpe nur bedingt funktioniert. Multi-Split-Klimagerät haben, auch was das Heizen angeht, mittlerweile einen hohen Wirkungsgrad. Und wenn die Leitungen eh schon vorhanden sind...

    Ich persönlich würde mich hier für die Klima entscheiden. :)

    Grüße

    Eddi

    Wie sind denn bei dir die Voraussetzungen, bzw. mit welcher Temperatur arbeitet deine Wärmepumpe bei der Brauchwassererzeugung?

    Normal haben Heizung, egal welcher Befeuerungsart, eine Legionellenschaltung. Die Heizt das Wasser regelmäßig auf über 60°C auf, um einen Legionellenbefall zu verhindern. Ist die Wärmepumpe nicht in der Lage auf über 60°C zu heizen, kommt der Heizstab ins Spiel. Wobei die WPs heute eigentlich alle in der Lage sind das Brauchwasser zumindest schon mal auf 55° zu heizen.

    Achso, ok. Hier einmal ein Auszug aus dem Merkblatt der Bafa für Erneuerbare Energien.

    Quote

    3.5.1.4. Verbrauchs- und Wärmemengerfassung

    Die Effizienz einer Wärmepumpe muss im praktischen Betrieb überprüft werden können. Um das zu

    ermöglichen, ist Folgendes erforderlich:

    • Die durch eine Wärmepumpe aufgenommenen Strom- oder Gasmengen sind separat zu erfassen. Dabei sind auch die peripheren Verbraucher (Elektro-Heizstab; Wärmequellenpumpe, Regelung) zu berücksichtigen.

    Demnach schließt das den Heizstab usw. mit ein.

    Grüß dich.

    Was meinst du mit geförderter Wärmepumpe? Man muss hier unterscheiden, meinst du Förderung der gesamten Anlage über die Bafa, oder meinst du "geförderten" Strom?

    Du benötigst den zweiten Zähler nur, wenn du über deinen Stromversorger einen extra Wärmepumpen Tarif abschließt.

    Ob der Heizstab am WP-Tarif hängen darf kommt ganz drauf an. Die Meinungen gehen hier stark auseinander. Das ist wohl regional unterschiedlich und kommt ganz auf den Energieversorger an. Hier müsstest du dich am besten bei deinem EVM erkundigen.

    Gruß

    Eddi